Im vorliegenden Album demonstriere ich anhand von eigenen Fotos unserer Norweger die Besonderheiten dieser Rasse. Bilder sagen zwar mehr als Worte, aber sie zeigen nur dem die inneren Werte, der mit dem Herzen schaut:

"Man sieht nur mit dem Herzen gut.

Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

("Der kleine Prinz" - Antoine de Saint-Exupéry).

Umgekehrt hat man/frau den Eindruck, eine Katze schaut uns mitten ins Herz und erkennt unser unsichtbares Wesen. Da die gängigen Merkmale der Norweger auf einschlägigen Seiten aufgelistet sind - eine kurze Darstellung sehen Sie in der Box am Rande -, konzentriere ich mich hier auf die inneren Werte der Norwegischen Waldkatze, wie es meinem persönlichen Empfinden entspricht. Ich muss vorausschicken, dass ich Katzen liebe, seit ich denken kann, und sie mich ein Leben lang begleitet haben. Auch jetzt leben noch drei normale Hauskatzen mit uns und werden von uns ebenso geliebt wie die Norweger. Aber sie sind eher eigenwillige Einzelgänger und sind vielleicht eher einzigartige Individuen. Den Norwegern schreibt man bestimmte Charaktermerkmale zu. Die Norweger sind gesellige, anhhängliche Wesen, die in ihrem Verhalten eher einem Hund ähneln. Sie sind weniger trotzig, daher leichter zu erziehen, und weniger ängstlich als Hauskatzen, da sie in der freien Wildbahn keine natürlichen Feinde haben. Es mag sein, dass auch ein Norweger traumatisiert werden kann und dann ebenso wie eine Hauskatze Panikreaktionen zeigt unter bestimmten Bedingungen. Aber meine Zucht-Katzen sind ausgesprochen mutig und erscheinen "cool". Als ich Benjamin mit dem Zug abgeholt habe in Freiburg, hat er auf dem Bahnsteig oder im Zug keinerlei Angstreaktionen gezeigt. Unsere Bonita läuft nur weg, sobald sie ein Auto hört - und das ist gut so! Angst dient schließlich dem Überleben. Auf dem Untersuchungstisch beim Tierarzt machte sie keinerlei Zicken. Das sind Norweger eben nicht - zickig und unberechenbar wie manche Hauskatzen. Ich habe meine Norweger noch nie schlecht gelaunt gesehen. Sie strahlen einfach Freude und Harmonie aus, zumindest wenn sie in einer entsprechenden Umgebung leben. Katzen sind ja vielleicht Spiegel ihrer Besitzer. Außerdem reden Norweger ziemlich viel, aber mit einem zarten Stimmchen. Unser Kater schreit nur dann laut, wenn er mal wieder vergeblich auf Brautschau geht, da der nächste Ort drei km entfernt ist und wir die einzige fruchtbare Katze hier im Wald adoptiert haben und sterilisieren ließen nach dem ersten Wurf von zwei Babies (wir haben also schon einmal Katzenkinder aufwachsen sehen - nur aus Liebe zum Leben!). Das ist auch der Grund, warum ich seit meiner Jugend davon träume, Katzen zu züchten. Es ist verpönt, normale Katzen sich vermehren zu lassen, weil es nach menschlichem Ermessen zu viele davon gibt. Ein normales Katzenjunge ist eher ein "Unwert", den kaum jemand haben will. Doch der Marktwert von jungen Rassekatzen ist nach menschlichem Ermessen und dem Konsens entsprechend hoch, so dass man Züchtern gerne unterstellt, dass sie nur Kohle machen wollen. Für mich ist der finanzielle Aspekt ein schöner Nebeneffekt, der sich in Grenzen hält, da wir für unsere Tiere viel Geld investieren. Ich freue mich in erster Linie daran zu sehen, wie Leben entsteht, geboren wird und sich entwickelt, vielleicht weil mir selbst das Mutter-Sein verwehrt geblieben ist. Ich hatte nicht die freie Wahl...

Aber ich brauche mich hier nicht zu rechtfertigen vor dem häufigen Vorwurf, dass es Züchtern von wertvollen Tieren nur um's Geld geht. Ich will einfach zwei wunderschönen Katzen die Gelegenheit geben, in möglichst natürlicher Umgebung Nachwuchs zu zeugen, den Babies optimale Aufzuchtbedingungen zu gewähren, ohne mich großartig einzumischen, und ihren vor allem viel Liebe mit auf den Weg geben. Ich möchte sie in ebenso liebende Hände weiter geben. Meine Katzen sollen nicht für Ausstellungen getrimmt und zur Schau gestellt werden. Die meisten Vereine machen die Teilnahme an Ausstellungen zur Bedingung, da damit die Einhaltung des Rasse-Standards gewährt werden soll, und für viele Züchter mag das durchaus sinnvoll sein. Ich würde es als Stress für mich und meine Katzen empfinden - als unnötigen Konkurrenzkampf. Mir genügt es zu wissen, dass meine beiden Zuchtkatzen Welt-Champions und Internationale Champions in ihrer Ahnenreihe haben. Ich kann selbst beurteilen, ob sie die wesentlichen Norweger-Merkmale in ihren Genen tragen und weiter vererben. Ich bin sehr dankbar, einen Verein gefunden zu haben, der die Teilnahme an Ausstellungen nicht zur Auflage macht, um Papiere für die Jungtiere zu bekommen, der sogenannte "ICF", "International Cat Federation", der für mich auch deshalb ideal ist, da wir in Frankreich wohnen.

 

 

 

 

Was wir lieben, ist uns heilig." (Marion Hoffmann)

Skeptiker könnten mir und anderen Tierliebhabern unterstellen, dass wir unsere Katzen bzw. generell die Haustiere auf einen hohen Sockel stellen, der nur Gott gebührt. Ich kann dazu nur sagen: Für mich ist GOTT in ALLEM,  WAS LEBT. Also auch in der Katze ist der göttliche Funke des Schöpfers oder der Göttin - Mutter Erde - anwesend. Katzen gelten in alten Kulturen, vor allem im Alten Ägypten als heilig, Begleiter der Katzengöttin Bastet. Auch die Norweger-Katzen sind im Mythos verbunden mit der Göttin Freya, die gemanische Venus, deren Himmelswagen sie gezogen haben sollen. Vielleicht kamen sie ja einst wie wir Menschen vom Himmel auf die Erde...


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